Radeln auf der Wittlicher Senke

Unser Tipp für die nächste Frühlingstour: Fahren Sie mit Ihren Rädern im Zug bis nach Wittlich, radeln Sie von dort den 30 km langen und mit einer maximalen Steigung von 3 % auch mit Kindern gut zu bewältigenden Radweg Wittlicher Senke bis nach Schweich und verlängern Sie die reizvolle Tour um einen Dorfspaziergang durch den sehenswerten Moselort Longuich. Zurück nach Hause geht es dann im Zug bequem vom Bahnhof Schweich aus.

Römische Villa Longuich© Dominik Ketz / Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Ihre Tour beginnt am Hauptbahnhof Wittlich – folgen Sie ein-fach den Rad-Wegweisern des Maare-Mosel-Radwegs in Richtung Wittlich. Bereits nach wenigen Minuten sehen Sie zu Ihrer Rechten die imposante ehemalige Klosteranlage St. Paul der Steyler Missionare, die seit 2012 Radwegekirche ist. Nach etwa 4 km erreichen Sie die historische Altstadt von Wittlich. Kurz vorher finden Sie die erste Markierung des Radwegs Wittlicher Senke – ein stilisiertes Fahrrad.

Ab dem idyllisch gelegenen Hof Breit verläuft der weitgehend ebene und durchgehend asphaltierte Radweg mit Blick über weitläufige Felder und Wiesen nach Dreis, wo Sie die barocke Pfarrkirche St. Martin besichtigen sollten. Danach geht es durch idyllische Wiesentäler, vorbei an Bauernhöfen, Kirchen und Mühlen und Weinkellern. Bald darauf folgt eine leicht hügelige Landschaft mit leichten Steigungen und schönen Ausblicken über die Moseleifel – ideal für eine Rast. Von Hetzerath geht es nach Föhren und am Föhrenbach entlang nach Schweich, das Sie nach rund zwei Stunden erreichen sollten. Fahren Sie durch den Ort bis zur Moselbrücke, über den Fluss und dann nach links die letzten 1,5 km bis nach Longuich.

Ihre erste Station sollte die römische Villa in den Weinbergen oberhalb des Ortes sein. Die nach römischem Vorbild errichteten Schutzbauten über den eigentlichen archäologischen Resten vermitteln einen guten Eindruck vom Wohnluxus der oberen Mittelschicht der Region in römischer Zeit, erklären-de Tafeln zeigen, wie groß die Anlage ursprünglich war und welcher Raum wie genutzt wurde, und durch Gittertüren kann man jederzeit einen Blick z.‑B. in die private Badeanlage werfen.

Zurück im Ort, weist der schlanke Kirchturm Ihnen den Weg. Hier sollten Sie Ihre Räder abstellen und sich zu Fuß zur Orts-erkundung aufmachen. Die Kirche selbst ist das kunsthistorische Kleinod von Longuich. Ihre reiche, elegante Barockausstattung zeigt, wie wichtig das Dorf im 18. Jh. als Hauptort der Besitzungen der Trierer Abtei St. Maximin rechts der Mosel gewesen ist. Im großen Geviert des Klosterhofes gleich nebenan wurden alle landwirtschaftlichen Produkte zusammengeführt, gelagert und verwaltet, die in Weinbergen, Feldern und Höfen des Klosters in der gesamten Region erwirtschaftet wurden. Von hier aus führt die Maximinstraße mitten durch den historischen Ortskern. Werfen Sie rechts einen Blick in den Hof des barocken Pfarrhauses. Gleich gegenüber am Haus auf der Ecke fi nden Sie die erste von vielen wunderschönen barocken und klassizistischen Haustüren in Longuich.

Der Maximinstraße folgend, kommen Sie an typischen Winzer-häusern und der schönen Alten Schule vorbei zur Burg, dem weltlichen historischen Zentrum des Ortes. Hier saßen die Ritter zu Longuich in einem „festen Haus“, einem bewehrten Wohnturm aus Stein, für dessen Errichtung sie im späten 15. Jh. eigens die Erlaubnis des Trierer Kurfürsten bekamen. Heute ist die Anlage mit vielen erhaltenen spätgotischen Details zweigeteilter Privatbesitz, der wahlweise zum Weingenuss oder zum Rittermahl einlädt. Auch in den Seitenstraßen finden Sie alte Winzerhäuser – und schöne versteckte Haustüren. Die schönste von allen findet sich im zurückgesetzt liegenden barocken Hofhaus gleich rechts der Moselbrücke: eine Rokokorarität mit reichen Schnitzereien, die ihresgleichen sucht. Von der Brücke aus haben Sie einen wunderschönen Blick ins Moseltal und auf den Maximiner Herrenberg, die bekannte Weinlage von Longuich. Dann geht’s zurück zu den Rädern und nach einer Steigung zum Bahnhof Schweich mit dem nächsten Zug nach Hause.

Das richtige Ticket für Ihren Ausflug

Nutzen Sie das TagesTicket Single oder das TagesTicket Gruppe für bis zu 5 Personen. Da kann die ganze Familie mitfahren oder laden Sie ein paar Freunde ein. Fahren Sie mit dem TagesTicket Single oder TagesTicket Gruppe den ganzen Tag lang so oft Sie wollen innerhalb des Geltungsbereichs Ihres Tickets. Kaufen Sie Ihr TagesTicket ganz bequem am DB-Ticketautomat oder direkt im Bus.

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