© Rainer Langer

Östliche Vulkaneifel

Der Bus kommt: Verbessertes Liniennetz rund um Kelberg 

Ab dem 9. Dezember verbessert sich das Busangebot rund um Kelberg erheblich. Grundlage ist ein neues Buskonzept, das bis 2025 im gesamten VRT und nach intensiver Planung erstmals in Teilen der Vulkaneifel umgesetzt wird. Insbesondere hier in der Vulkaneifel bringt dies einige Verbesserungen im Busverkehr mit sich.

Das neue Busangebot hält einige Änderungen bereit: So wurde im Zuge der Planung ein enges Streckennetz gestrickt, das nahezu alle Orte in der Region rund um Kelberg an den Busverkehr anbindet. Auch die Häufigkeit der Fahrten verbessert sich, denn zusätzlich zum Schülerverkehr pendeln die neuen Linien von montags bis sonntags mindestens alle zwei Stunden. Zudem sind die Verbindungen so geplant, dass auch der Umstieg von einem Bus in den nächsten keine längere Wartezeit in Anspruch nimmt.

Grundlage dieser Angebotsverbesserung ist ein neues Buskonzept, das seitens des VRT und den Kooperationspartnern – den Landkreisen Vulkaneifel, Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich und Bitburg-Prüm sowie dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Nord (SPNV Nord) und dem Ministerium für Weinbau, Landwirtschaft und Verkehr – in den vergangenen Jahren beschlossen, geplant und nun sukzessive umgesetzt wird. Im Zuge dieses Buskonzeptes werden alle Busverbindungen im nördlichen Rheinland-Pfalz analysiert, umgeplant, zusammengefasst und anschließend ausgeschrieben. Neu dabei ist, dass die Finanzierung des auf 10 Jahre ausgelegten Angebots nicht mehr das Verkehrsunternehmen trägt, sondern die Aufgabenträger, also in diesem Fall der Landkreis Vulkaneifel sowie der SPNV Nord.

Die Liniennetzkarte: Alle Verbindungen auf einen Blick

Damit Sie alle neuen Verbindungen auf einen Blick sehen und prüfen können, wie Ihre Ortsgemeinde im neuen Buskonzept in der Vulkaneifel angebunden ist, finden Sie hier die neue Liniennetzkarte zum Download!

Der RufBus: Mobilität auf Anruf

Um auch Buslinien zu erhalten, die bei sinkenden Einwohner- und Schülerzahlen eigentlich nicht mehr rentabel betrieben werden können, fahren im neuen Busnetz Vulkaneifel neben den RegioBus-Linien größtenteils RufBusse. Das ist neu im VRT, aber eigentlich ganz einfach.

Achten Sie in Zukunft einfach auf das RufBus- Zeichen – den grünen Hörer im blauen Kreis – im Fahrplan: Er zeigt Ihnen, dass die betreffende Fahrt ein RufBus ist, den Sie bis spätestens 60 Minuten vor der Abfahrt an Ihrer Haltestelle telefonisch unter der Nummer 0651 / 99987899 bestellen müssen. Nur dann hält er bei Ihnen – das ist das Prinzip. Am besten, Sie probieren es einfach mal aus und sehen, wie unkompliziert es funktioniert. Als Tickets gelten die ganz normalen VRT-Tickets, ein zusätzlicher Aufpreis ist nicht zu zahlen.

rufbus-signet

4 Schritte zur RufBus-Bestellung

1. Suchen Sie sich die Verbindung in der Fahrplanauskunft

Alle Bus- und Bahnverbindungen im VRT sind in unserer Fahrplanauskunft zu finden. Und ab Anfang Dezember sind auch die neuen Linien in der Vulkaneifel dort hinterlegt. Geben Sie einfach Ihre Start-und Zielhaltestelle ein und schon wird Ihnen die schnellste Verbindung angezeigt. Liegt ein RufBus auf Ihrer Route, so ist auch dieser genau gekennzeichnet. Sie haben die Fahrplanauskunft bisher noch nie genutzt? Kein Problem, in diesem Video wird Ihnen erklärt, wie es funktioniert.

2. Buchen Sie mindestens eine Stunde vorher

Inzwischen haben Sie Ihre Verbindung rausgesucht und wissen, wann Ihr RufBus abfährt. Um den Bus zu bestellen, müssen Sie nur unter der Nummer 0651 / 99987899 anrufen, angeben, wann Sie starten und wohin Sie fahren möchten. Anschließend wir Ihnen ein Platz reserviert.

3. Gehen Sie an die Haltestelle und achten Sie auf die Kennzeichnung

Wie bei jeder Busfahrt, müssen Sie natürlich rechtzeitig an der Haltestelle stehen. Den RufBus erkennen Sie auch dieses Mal wieder an dem Symbol mit dem Telefonhörer. Zeigen Sie dem Fahrer Ihren Fahrschein oder kaufen Sie sich einen direkt vor Ort. Sie wollen wissen, welches Ticket das richtige für Sie ist? Unser Ticketberater schlägt Ihnen das für Ihren Zweck günstigste Ticket vor.

4. Einsteigen und los geht's

Wenn keine weiteren Anmeldungen vorliegen, bringt der Fahrer Sie auf dem schnellsten Weg an die gewünschte Haltestelle. Bitte wundern Sie sich nicht, wenn der Bus eine andere Route fährt oder etwas früher am Ziel ist.

Die neuen RegioBus-Linien

Die RegioBus-Linien 500, 510 und 520 verbinden die Orte Gerolstein, Kelberg und Ulmen mehrmals am Tag mit der Stadt Daun. Der große Unterschied zu bisher: Anders als die heute fahrenden Busse, die hauptsächlich während der Schulzeiten verkehren, sind diese Linien von montags bis sonntags mehrmals am Tag – mindestens alle zwei Stunden – unterwegs.

 Linie 500 – Von Gerolstein nach Ulmen

Zusätzlich zu den Linien 510 und 520 fährt auch noch die bisherige RegioLinie 500 montags bis sonntags von Gerolstein über Pelm, Rockeskyll, Essingen, Hohenfels, Betteldorf, Dockweiler, Waldkönigen, Daun, Weinfelder Maar, Schalkenmehren, Mehren, Steinigen bis nach Ulmen und von dort aus weiter bis nach Cochem.

Linie 510 – von Daun nach Ulmen

Die Linie 510 fährt montags bis sonntags ab ca. 8 Uhr alle zwei Stunden von Daun über Darscheid, Utzerath, Schönbach bis nach Ulmen. Anders als bisher: Die Orte Darscheid, Utzerath und Schönbach zukünftig auch am Wochenende und an Feiertagen mehrmals täglich angefahren.

Linie 520 – von Daun nach Kelberg

Die Linie 520 fährt ab Daun über Rengen, Neichen, Beinhausen, Boxberg bis nach Kelberg. Für diese Orte stehen ab Dezember 2018 – insbesondere am Wochenende – erheblich mehr Fahrten zur Verfügung als bisher. Neu bei dieser Linie ist zudem die Haltestelle im Industriegebiet Rengen, die morgens ab 5:35 Uhr bis abends 21:35 Uhr angefahren wird und den Wirtschaftsstandort nun auch an das Busnetz anbindet.

Die neuen RufBus-Linien

Der RufBus steht zukünftig für Mobilität auch in der Fläche zur Verfügung. Für die Bestellung reicht ein Anruf mindestens eine Stunde vor Fahrtantritt unter 06 51/999 878 99. Da sich mit Betriebsaufnahme die Linienverläufe grundlegend ändern, werden die neuen RufBus-Linien im Folgenden für Sie kurz erläutert.

Linie 507: Nitz ↔ Kelberg

Die 507 fährt von Montag bis Sonntag zweistündlich zwischen Nitz und Kelberg mit Halt jeweils in Drees, Kirsbach, Welcherath, Brücktal,  Reimerath und Hünerbach. Darüber hinaus gibt es früh morgens noch eine weitere Fahrt als normaler Bus von Nitz über Kelberg weiter bis nach Daun.

Linie 508: Meisenthal ↔ Kelberg

Die 508 fährt von Montag bis Sonntag zweistündlich zwischen Meisenthal und Kelberg. Auf der Strecke werden zudem die Orte Rothenbach und Zermüllen angefahren. Darüber hinaus gibt es hier morgens einen normalen Bus von Müllenbach über Meisenthal, Rothenbach, Zermüllen und Köttelbach bis nach Kelberg.

Linie 509: Borler ↔ Kelberg

Die 509 fährt montags bis sonntags zweistündlich von Borler bis nach Kelberg. Unterwegs werden zudem die Orte Bongard, Bodenbach, Gelenberg und Boxberg angefahren. Dabei hat die Linie zwei unterschiedliche Streckenverläufe. Während eine Route von Borler über Bongard und Boxberg nach Kelberg verläuft, ist die andere von Borler über Bodenbach, Gelenberg und Boxberg nach Kelberg unterwegs.

512: Daun ↔ Boverath

Die Linie 512 fährt zwischen Daun und Boverath. Neben der normalen Strecke gibt es im Schülerverkehr noch zusätzliche Fahrten zwischen Rengen und Boverath.

513: Daun – Waldkönigen – Daun

Die Linie 513 fährt zwischen Daun, Waldkönigen und Daun mit Halt in Steinborn, Neunkirchen und Pützborn.

514: Dockweiler ↔ Neroth

Die Linie 514 fährt zwischen Dockweiler und Neroth mit Halt in Kirchweiler, Hinterweiler und Betteldorf. Im Schülerverkehr gibt es zudem noch Verbindungen zwischen Neroth und Daun mit Halt in Neunkirchen und Pützborn.

516: Dockweiler ↔ Brück

Die Linie 516 fährt zwischen Dockweiler und Brück mit Halt in Dreis.

517: Darscheid ↔ Rengen

Die Linie 517 fährt zwischen Darscheid und Rengen mit Halt jeweils in Sarmersbach, Nerdlen und Kradenbach. Darüber hinaus gibt es im Schülerverkehr zusätzliche Fahrten zwischen Dockweiler und Sarmersbach sowie zwischen Daun und Kradenbach.

525: Ulmen ↔ Kelberg

Die Linie 525 fährt zwischen Ulmen und Kelberg mit Halt in Mosbruch, Gunderath, Uersfeld, Höchstberg und Kötterichen. Darüber hinaus werden im Schülerverkehr noch Kaperich und Ueß angefahren. Bei der Linie 525 ist am Wochenende zu beachten, dass Kelberg nicht angefahren wird. Stattdessen pendelt der RufBus zwischen Uersfeld und Ulmen.

526: Ulmen ↔ Kelberg

Die Linie 526 fährt zwischen Ulmen und Kelberg mit Halt in Hünerbach, Bereborn, Mannebach, Salcherath, Retterath, Lirstal, Kaperich, Uersfeld, Gunderath, Horperath, Berenbach und Furth.

528: Darscheid ↔ Kelberg

Die Linie 528 fährt zwischen Darscheid und Kelberg mit Halt in Hörscheid, Gefell, Katzwinkel, Hörschhausen, Ueß, Mosbruch, Sassen, Kolverath, Bereborn, Hünerbach und Köttelbach.

529: Arbach ↔ Ulmen

Die Linie 529 fährt zwischen Arbach und Uersfeld mit Halt in Oberelz und Lirstal.

Die Anschlusshaltestellen: Schnelles Umsteigen zwischen Bus und RufBus

Eine weitere Veränderung im Rahmen des neuen Buskonzepts sind die Umstiege an den Anschlusshaltestellen. An diesen Haltestellen haben Sie die Möglichkeit, ohne längeren Aufenthalt zwischen RufBussen und Bussen umzusteigen. Sollte Ihr RufBus also Verspätung haben, ist eine feste Zeit definiert, die das Anschlussfahrzeug abwarten muss.

Folgende Haltestellen sind Anschlusshaltestellen:
- Daun ZOB
- Kelberg Busbahnhof
- Boxberg Tannenstraße
- Darscheid Schule
- Dockweiler Feuerwehr
- Ulmen Bf
- Rengen Ort

So funktioniert das System
Kommen Sie etwa mit dem RufBus 507 aus Nitz um 13:05 Uhr am Busbahnhof in Kelberg an, können Sie von dort wenige Minuten später mit der Linie 520 über Boxberg, Beinhausen, Neichen und Rengen bis zum Daun ZOB weiterfahren. Möchten Sie anschließend wieder zurück, funktioniert das ähnlich: Sie fahren mit der Linie 520 von Daun nach Kelberg Busbahnhof mit Ankunft um beispielsweise 16:52 Uhr. Dort haben Sie laut Fahrplan dann eine Wartezeit von 5 Minuten, bevor Sie mit der Linie 507 wieder zurück nach Nitz fahren können.



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