Das steckt hinter den Busfahrerstreiks 2021

Die Beschäftigten von vier privaten Busunternehmen im Verkehrsverbund VRT haben drei Wochen lang gestreikt. Seit Montag, 12. Juli, ist der Streik ausgesetzt. Alle Infos dazu lesen Sie HIER. Wie es zum Streik kam und warum die Verhandlungen so lange dauern:

Stand: 11. Juli 2021

Durchschnittlich 11 Prozent Lohnerhöhung hat die Gewerkschaft bereits im August/September 2020 für die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr durch Streikmaßnahmen erstritten. Nun stellt sie weitere Forderungen an die Arbeitgeber im privaten Busgewerbe. Die Gewerkschaft ver.di verhandelt mit dem Arbeitgeberverband VAV, in dem sich die Busunternehmen zusammengeschlossen haben, einen  Tarifabschluss, der rückwirkend zum April 2021 gelten soll. Der Verkehrsverbund VRT ist nicht an diesen Verhandlungen beteiligt. Dafür andere Akteure:

Die Finanzierung des Tarifvertragsabschluss August/September 2020 wird noch verhandelt

Das Land Rheinland-Pfalz hatte dem Verband VAV im August/September 2020 signalisiert, sich an den Kosten der durchschnittlich 11 Prozent Lohnerhöhungen zu beteiligen, um einen Streik zu Beginn des neuen Schuljahres abzuwenden. Der VAV, in dem sich die Busunternehmen zusammengeschlossen haben, hat den Forderungen von ver.di daraufhin zugestimmt. Jetzt erwartet das Land auch von den kommunalen Aufgabenträgern eine hälftige Mitfinanzierung. Die Kommunen müssen solche Mehraufwendungen jedoch noch in ihren Gremien beschließen. Dazu benötigen die kommunalen Gremien genaue Kostenaufstellungen.

Dreiwöchiger Dauerstreik im Juni und Juli

Aufgrund der noch nicht erzielten Einigung mit den Arbeitgebern hatte ver.di ab 21. Juni zum unbefristeten Streik aufgerufen. Das Buspersonal machte damit vom Streikrecht Gebrauch, um für bessere Arbeitsbedingungen einzutreten. Der Verkehrsverbund VRT hatte keine Möglichkeit diesen Streik zu verhindern. Seit Montag, 12. Juli, ist der Streik wieder ausgesetzt, weil sich die Beteiligten auf eine sogenannte Mediation geeinigt haben, die mit Beteiligung des Landes zu einer Lösung führen soll.

Im Verkehrsverbund der Region Trier (VRT) waren Fahrten der Busunternehmen MB Moselbahn Verkehrsbetriebsgesellschaft mbH (entlang der Mosel zwischen Trier und Reil), Tempus Mobil GmbH (u. a. in der Südeifel zwischen Trier, Irrel und Bitburg), DB Regio Bus Rhein-Mosel GmbH, und RMV Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft mbH betroffen. Mehr dazu lesen Sie hier.




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