Wie die Busse im VRT ihre Frischluft bekommen

Das Fahrpersonal im VRT lüftet seine Busse zum Infektionsschutz bestmöglich. Je nach Fahrzeugtyp und Situation unterschiedlich – aus gutem Grund.   

Die Corona-Pandemie muss kein Grund sein, den Bus zu meiden. Aus Angst vor Coronaviren in der Luft scheuen sich aber manche Fahrgäste noch davor, wieder einzusteigen. Dabei haben gerade neuere Busse Lüftungs- und Klimaanlagen, die ihre gesamte Innenluft innerhalb weniger Minuten komplett mit Frischluft austauschen. Beim Verkehrsunternehmen Saargau Linie on Tour GmbH & Co KG, das im Kreis Trier-Saarburg fährt, wird die Luft laut Herstellerangaben zum Beispiel binnen einer Stunde mehrfach komplett ausgetauscht.

Die Klimaanlagen in Bussen sind oftmals temperaturgeregelt. In den SWT-Bussen der Stadt Trier laufen sie im Frühjahr automatisch mit etwa 70 Prozent Leistung. Damit dauert der vollständige Luftaustausch etwa 90 Sekunden. Wenn die Anlage an heißen Tagen im Sommer bei 100 Prozent läuft, dauert der vollständige Austausch der Innenluft laut Hersteller nur 60 Sekunden.

Um eine bestmögliche Durchlüftung in den Bussen des Verkehrsverbund Region Trier (VRT) sicherzustellen, haben die Verkehrsunternehmen der Region ihrem Fahrpersonal zusätzlich konkrete Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Wenn keine Klimaanlagen aktiv sind, sollen an jedem Haltepunkt möglichst alle Türen geöffnet werden, wenn der Bus dort sowieso steht und solange nach Einschätzung des Fahrpersonals in der konkreten Situation nichts dagegenspricht. Bei Bussen mit drei Türen ist es zum Beispiel technisch nicht möglich, die hinterste Tür zu öffnen, wenn kein Fahrgast austeigen möchte. Bei Bussen mit Dachluken und Klappfenstern öffnet das Fahrpersonal diese morgens, wenn es nicht regnet, zusätzlich.

Barbara Schwarz, Geschäftsführerin der VRT GmbH, sagt: „Busse und Bahnen im VRT haben oft frischere Luft als andere Innenräume. Das Öffnen der Türen an den Haltestellen ist vergleichbar mit dem regelmäßigen Öffnen der Fenster eines mittelgroßen Konferenzraumes. Wichtig bleibt, dass sich unsere Fahrgäste an die Corona-Regeln halten und zum Beispiel die Masken im Bus fest über der Nase tragen.“

Eine Studie der Berliner Charité und des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) hat herausgefunden, dass Menschen, die den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) genutzt haben, sich nicht öfter infiziert haben, als Auto- oder Radfahrer. Sie besagt, dass die Schutzmaßnahmen im ÖPNV, wie die Pflicht zum Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske, Abstand, Lüften und zusätzliche Hygienemaßnahmen der Verkehrsunternehmen zum positiven Studienergebnis beitragen. Die Studie reiht sich ein in eine Gesamtdatenlage aus weiteren Studien, Aerosolmessungen und theoretischen Berechnungen zur Partikelausbreitung. Diese Gesamtdatenlage weist darauf hin, dass das Infektionsrisiko im ÖPNV tendenziell geringer ist, als viele annehmen.




Zurück zur Übersicht
Drucken