Wenn eine Minute nicht unbedingt eine Minute ist…

Wie kommen Informationen über die Ankunftszeit der Busse in die Fahrplanauskunft und zu mir aufs Handy? Sei es in der VRT App oder an der nächsten städtischen Haltestelle, das Angebot an Echtzeitinformationen, sprich wann ist der Bus an der nächsten Haltestelle, wächst stetig. Doch wie funktioniert dieses System und wie kann es sein, dass man ab und an doch länger warten muss? Wir erläutern das Ganze am Beispiel eines Verkehrsunternehmens der Region, der SWT.

Setzt sich ein Bus in Bewegung, so sendet er ein GPS-Signal an die Leitstelle des Unternehmens in der Gottbillstraße in Euren. Dort werden die Positionsdaten ausgewertet und mit den Solldaten verglichen. Heißt, das Verkehrsunternehmen weiß, wo sich der Bus laut Fahrplan befinden sollte, um pünktlich die nächste Haltestelle zu erreichen. Die Istwerte werden nun via Schnittstelle an die so genannte Landesdatendrehscheibe weitergeleitet. Wiederum werden Vergleiche gezogen und sofort in die Fahrplanauskunft und auf Ihr Handy übertragen. Doch trotz aller Technik, die Welt ist noch immer von zu vielen Variablen bestimmt, als dass die angegebene Dauer zur nächsten Haltestelle zu jeder Zeit gewährleistet werden kann. Vielmehr handelt es sich um eine Prognosezeit, denn abzuschätzen wie lange die nächste Ampel rot zeigen wird oder ob nicht doch ein Unfall in den nächsten Minuten den Fahrweg behindern könnte, ist zurzeit lediglich Stoff von Science-Fiction-Filmen à la Minority Report.

Und so kann es schlussendlich durchaus vorkommen, dass eine Minute nicht immer gleich lang ist.




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