© Rainer Langer

Ticketpreise im VRT – mehr als nur ein Würfelspiel

Mit dem Jahreswechsel erhöhen sich oft auch die Fahrkartenpreise für Busse und Züge im VRT. Das trifft häufig auf Unverständnis. Wie die Ticketpreise zustande kommen, lesen Sie hier.

Beim VRT wird Jahr für Jahr eine Art Kostenvoranschlag erstellt. Die Entwicklung der Marktpreise von Kraftstoff und Strom, wachsende Versicherungskosten, wachsende Personalkosten durch Erhöhung der Löhne – die Liste der Faktoren ist lang.

Eine Herausforderung liegt in der Vielzahl der Unternehmen, die in der Region Personen von A nach B transportieren. Denn die Verteilung der Kosten unterscheidet sich naturgemäß für die verschiedenen Teilnehmer des Marktes. Will man zu einheitlichen Preisen gelangen, muss die Preisgestaltung modellhaft vorgenommen werden.

Wir sind also vom Hauptbahnhof in Trier zum Kleeburger Weg nach Olewig mit einem EinzelTicket für 2,20 Euro gefahren, haben uns exakt dieses Modell zur Hand genommen und nachgerechnet wie der Ticketpreis zu Stande kommt (Stand Januar 2022):

1,11 Euro - Personal

Sicher, jemand muss den Bus steuern, doch mit einem Großteil der Beschäftigten kommt der Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs in der Regel nicht in Berührung.

40 Cent - Treibstoff

Treibstoff verursacht ebenfalls einen großen Teil der Kosten.

30 Cent - Abschreibung

Jeder gefahrene Kilometer senkt den Wert eines Automobils und auch nicht anders lautet die Faustregel der eingesetzten Fahrzeuge des ÖPNVs.

Ticketpreise© Niroworld-Fotolia

Der Rest

Getreu nach dem Motto: Kleinvieh macht auch Mist. In der Summe nicht vernachlässigbar sind Kosten aller Art von Reparatur-, Ersatzteil- sowie Versicherungskosten.

Natürlich ist diese Darstellung sehr plakativ – vermutlich erkennen sich auch nicht alle der regionalen Bus- und Verkehrsunternehmen in diesem Modell wieder und doch lässt sich letztendlich festhalten: Die Preisgestaltung ist weit mehr als nur ein Würfelspiel, dessen Kosten am Ende die Kunden tragen.





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